
Lichtunschärfe
Diese Arbeiten entstehen aus der bewussten Abkehr von Schärfe und Kontrolle. Lichtquellen werden außerhalb des Kamerafokus fotografiert, die Kamera gezielt auf Unschärfe eingestellt. Was üblicherweise als technischer Fehler gilt, wird hier zum gestalterischen Prinzip.
Licht verliert seine Funktion als Mittel der Sichtbarkeit und wird selbst zum Bildinhalt. Zufälle werden nicht korrigiert, sondern eingeladen: kleine Verschiebungen, Überlagerungen und optische Irritationen prägen die Kompositionen.
So entstehen Farbräume und Lichtspiele, die zwischen Fotografie und Malerei oszillieren. Die Bilder verzichten auf eindeutige Motive und öffnen stattdessen einen Raum für Wahrnehmung, Stimmung und Interpretation – flüchtig, leise und bewusst unbestimmt.




